HomeTentoonstelling – Experimentieren

25 September 2026
- 3 Januar 2027

Experimentieren

Alle Künstler, denen du in der Ausstellung Experimentieren begegnest – vom 17. Jahrhundert bis heute – haben eines gemeinsam: Sie experimentieren nach Herzenslust. Indem sie verschiedene Techniken und Materialien ausprobieren, entdecken sie immer wieder etwas Neues. Und sie nähern sich demselben Thema jedes Mal mit einem frischen Blick. Dank dieser Experimente vertiefen sie ihr handwerkliches Können bis zur Meisterschaft. Entdecke Kunstwerke aus der Sammlung des Museum Rembrandthaus, unter anderem von Rembrandt, Geertruydt Roghman, Glenn Brown, Erik Desmazières, Gérard de Palézieux, Reinder Homan und Willem den Ouden.

Probieren Sie es selbst aus! Mitten in dieser Ausstellung können Sie selbst eine Zeichnung anfertigen. Probieren Sie verschiedene Papiersorten und Zeichenmaterialien aus. Genau wie die Künstler um Sie herum – jeder einzelne eine Quelle der Inspiration.

Experimentiere mit Bäumen
Wenn Rembrandt ein Motto hatte, dann war es wohl „nach dem Leben“ zu arbeiten. Also genau hinzuschauen, wie die Dinge aussehen. So konnte er eine Gruppe einsamer Bäume auf einem Hügel sehr überzeugend darstellen. Man hört fast, wie der aufkommende Wind durch die Blätter rauscht. Aber Rembrandt war sicherlich nicht der Einzige mit einer ausgeprägten Beobachtungsgabe. In der Ausstellung sieht man Drucke von Künstlern des 17. bis zum 20. Jahrhundert, die alle demselben Thema ihre eigene Note verliehen haben. Auf jedem Druck sieht man einen Baum, und doch ist es nie derselbe.

Experiment mit Rembrandt
Tronies waren im 17. Jahrhundert sehr beliebt. Es handelt sich dabei um Porträts von Modellen, die einen Typus oder eine Emotion darstellen. Rembrandt war ein Meister der Tronies. Der zeitgenössische Künstler Glenn Brown (1966) nahm Rembrandts Tronies als Grundlage für seine eigene Serie. Auf seinem iPad verzerrte er Rembrandts Kunstwerke zu einem wilden Linienspiel. Anschließend fertigte er von dem neuen Tronie eine Radierung an. Schließlich legte er zwei Radierungen übereinander und fertigte die Drucke an, die Sie in der Ausstellung sehen.

Experiment mit dem Kunstzimmer
Erik Desmazières (1948) ist fasziniert von Räumen, die Sammlungen beherbergen, wie Bibliotheken und Wunderkammern. Im Jahr 2007 besuchte er das Rembrandt-Haus, um Rembrandts Kunstkammer zu studieren. Er fertigte daraus eine Serie von Drucken an. Es ist jedes Mal dieselbe Darstellung, aber doch ein wenig anders. Er druckte die Kupferplatte mehrmals ab und passte die Darstellung zwischen jedem Druckvorgang ein wenig an. Manchmal fügte er mehr Schatten hinzu, manchmal einige Objekte. Außerdem experimentierte er mit verschiedenen Papiersorten.

Experiment mit Linien
Seit mehr als fünfzig Jahren lebt Willem den Ouden (1928) am Fluss Waal und studiert die Landschaft. Er sucht nach Wegen, die Atmosphäre des Flusses einzufangen. Mit nur wenigen Linien fängt er das fließende Wasser, die Reflexionen der Wolken und tief hängende Nebelschwaden ein. Er druckt seine Lithografien auf dünnes chinesisches Papier, das auf ein festes Blatt Papier geklebt ist. Dafür gibt es einen französischen Begriff: chine collé. Durch diese Technik wölbt sich das Papier ein wenig, was einen flirrenden Effekt erzeugt.

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